Für viele Menschen wirken Terrassen aus Holz nicht nur besonders angenehm und warm, sondern sorgen auch mit ihrer Ausstrahlung für ein Gefühl der Gemütlichkeit. Doch Holz, welches auf der Terrasse den Unwillen der Witterung ausgesetzt wird, sollte mit Bedacht gewählt werden. Daher recherchieren viele Laien zunächst, welches Holz für die Terrassengestaltung überhaupt in Frage kommt.

Lebende und tote Baustoffe im Vergleich

Beton oder auch Stein gehören beide zu den toten Baustoffen, welche sich in der Regel auch mit der Zeit nicht verändern. Im Gegensatz dazu ist Holz ein sogenannter lebendiger Baustoff, welcher sich auch nach dem Fällen des Baumes verändert und arbeitet.

Holz kann sich bei unsachgemäßer Trocknung und Aufbereitung verziehen, reagiert auf Wasser und Feuchtigkeit in der Luft und kann auch Schädlingen Unterschlupf bieten. Zudem gibt es einige holzzerstörende Organismen, welche das Holz im Laufe der Zeit beschädigen können.

Veränderungen beim Holz sind natürlich

Wenn Sie eine Terrasse aus Holz bauen möchten, sollten Sie bei der Auswahl des Terrassenholz stets bedenken, dass auch bei bester Pflege und unter den besten Voraussetzungen Veränderungen am Holz auftreten können.

Dies muss nicht von Nachteil sein und kann dem Holz und somit der Terrasse sogar Charakter verleihen, sollte von Ihnen aber immer bedacht werden. Wie bei allen natürlichen und lebendigen Werkstoffen ist eine Veränderung des Materials, beispielsweise durch Verfärbungen, nicht vollständig auszuschließen.

Die wichtigsten Punkte bei der Holz-Auswahl für die Terrasse

Gutes und vor allem langlebiges Terrassenholz sollte in der Lage sein, sich den hohen Anforderungen gewachsen zu zeigen. Die Auswahl an Hölzern ist jedoch riesig und auch für Experten kaum zu überblicken. Grundsätzlich sind allerdings fünf einzelne Punkte besonders wichtig, wenn die Qualität und Eignung des Holzes für den Terrassenbau bewertet werden soll.

  • Die Dauerhaftigkeit: Dieser Begriff bezeichnet die Widerstandsfähigkeit der Holzsorte gegen holzzerstörende Organismen. Diese ist in fünf Klassen unterteilt und in der DIN-Norm EN 350-2 festgehalten. Die fünf Klassen reichen von 1 mit einer Lebensdauer von über 25 Jahren bis zur Klasse 5 Mit einer Lebensdauer unter fünf Jahren. Für eine Terrasse mit Bestand sollte Holz der Klasse 1 oder 2 gewählt werden.
  • Die Holzfeuchte: Um die Haltbarkeit und Stabilität bei Holz zu gewährleisten ist es wichtig, dass Hölzer langsam und über einen langen Zeitraum getrocknet werden. Gutes Bauholz für Terrassen sollte eine Holzfeuchte von höchstens 15 Prozent aufweisen können.
  • Der Eigenfettanteil: Fette im Holz sorgen dafür, dass die Hölzer langsamer spröde werden, splittern oder brechen. Aus diesem Grund sollte stets ein Holz mit einem hohen Eigenfettanteil gewählt werden.
  • Die Formstabilität: Das Holz sollte eine gute Formstabilität aufweisen und sich somit durch ein geringes Schwund- und Quellverhalten auszeichnen.
  • Die chemische Behandlung: Im Idealfall sollte die Behandlung der Hölzer auf ökologischer Basis erfolgen. Eine Imprägnierung und Holzschutzmittel genügen, um die Hölzer über lange Zeit zu pflegen.

Das Terrassenholz richtig pflegen

Um das Holz im Außenbereich nicht nur zu schützen, sondern es auch richtig zur Geltung zu bringen, lohnt es sich ein wenig Zeit und Energie in die Pflege zu investieren. Hölzer können zu diesem Zweck entweder lackiert oder lasiert werden. Während beim Lackieren eine Schutzschicht von Außen um das Holz gelegt wird, dringt die Lasur in das Holz ein und schützt es von innen.

Wenn Sie sich also für ein passendes Holz mit einer schönen Maserung und einem einzigartigen Design entschieden haben, ist eine Lasur das Mittel der Wahl. Durch die regelmäßige Pflege und den damit einhergehenden erweiterten Schutz des Holzes kann sich die Lebensdauer nochmals deutlich verlängern lassen. Hin und wieder kann das Holz mit einem Handschleifer abgeschliffen werden, um es wieder zum Glänzen zu bringen. Denn auch bei Terrassenholz gilt, dass es bei guter Pflege mit der Zeit sogar immer schöner wird und einen eigenen Charakter entwickelt.

Bildquelle:

sweetlouise  / pixabay

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