Du kannst dir nichts schöneres vorstellen, als im Sommer auf dem eigenen Balkon oder der Terrasse zu sitzen und zu entspannen? Mit einer guten Markise musst du selbst bei starkem Regen oder blendender Sonne nicht auf deine Lieblingsbeschäftigung verzichten.

In unserem großen Markise Test 2019 präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Markisen. Du erfährst alles was du beim Kauf einer ausfahrbaren Überdachung beachten solltest.

Wir erklären dir nicht nur die verschiedenen Arten, sondern auch alle wesentliche Fakten zum Thema Markise. Mit unseren Kaufkriterien kannst du die für dich perfekte Markise einfach und schnell finden.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Markise ist eine ausfahrbare Überdachung und dient in erster Linie als Sonnenschutz auf Balkonen und Terrassen. Außerdem schützt sie vor Regen, Wind und neugierigen Blicken.
  • Es gibt zahlreiche Markisenkonstruktionen, die hauptsächlich drei Arten zugeordnet werden können. Dazu gehören Roll-Markisen, Faltmarkisen und Festmarkisen.
  • Beim Kauf solltest du neben der Größe und den Montagebedingungen auf die Bedienung, das Material sowie die Reinigungs- und Pflegemöglichkeiten achten.

Markisen Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Markise für Mietwohnungen

Die qualitativ gut verarbeitetet Klemmmarkise von Angerer ist ideal für Mietwohnungen, da sie ohne Bohren und Dübeln angebracht werden kann. Durch einen praktischen Klemmmechanismus kann sie einfach montiert und rückstandslos demontiert werden.

Die Klemmmarkise von Angerer ist mit Maßen von 300x150cm ausgestattet. Ihr Gewicht beläuft sich auf 10kg. Sie wird mittels eines Klemmmechanismus montiert. Die Markise eignet sich ideal als Schattenspender für deinen Balkon, besonders bei einer Mietwohnung. Ihr Gewicht von 10kg ist sehr leicht im Gegensatz zu vielen anderen Markisen.

Die beste Gelenkarmmarkise

Die hochwertige Gelenkarmmarkise von JAROLIFT ist ein perfekter Schattenspender für Balkon oder Terrasse. Sie zeichnet sich durch Stabilität und eine hochwertige Optik aus. Die Funktionalität der Markise, Gesamtqualität und ein günstiger Preis sind Merkmale der Basic Gelenkarmmarkise.

Die Basic Gelenkarmmarkise von JAROLIFT bezieht Maße von 350x300cm. Ihr Gewicht liegt bei 32kg. Die Markise eignet sich zur Wand – und Deckenmontage.Im Lieferumfang sind Montageanleitung und ein Wandkonsolen – Set enthalten. Sollte die Markise an einer Decke befestigt werden, können JAROLIFT Dachsparren und Universal – und Deckenkonsolen separat erworben werden. Mit ihrem Gewicht, gehört sie zu den leichten Gelenkarmmarkisen.

Die beste Seitenmarkise

Die elegante Seitenmarkise von Ultranatura sorgt für optimalen Sichtschutz. Auf Balkon oder Terrasse bietet sie dir neben Sicht – auch Sonnenschutz. Bei Bedarf, kann die Markise so weit wie du es dir wünschst ausgezogen werden. Die Maße der Ultranatura Seitenmarkise belaufen sich auf 300x180cm. Ihr Gewicht liegt bei 9kg. Damit ist sie deutlich leichter als viele andere Markisenarten. Montiert wird die Markise an einer Wand.

Die Seitenmarkise, die als Sicht – und Sonnenschutz vertikal befestigt wird, kann je nach Bedarf individuell bis zu einer Länge von 3 Metern ausgezogen werden. Neben Sicht – und Sonnenschutz, schützt sie, durch ihre Höhe von 1.80 Metern, auch vor Wind. Eingefahren ist sie sehr platzsparend.

Die beste elektrische Kassettenmarkise

Die formschöne und robuste Kassettenmarkise von Prime Tech macht zum Beispiel deine Terrasse zu einem gemütlichen Zufluchtsort vor der Sonne. Sie passt sich optisch an. Sie bietet Schutz für den Markisenstoff und die Markisentechnik, wodurch dir eine lange Lebensdauer der Markise sicher ist.

Die elektrische Vollkassettenmarkise von Prime Tech hat Maße von 400x300cm. Ihr Gewicht liegt bei ca. 65kg. Sie wird fest an einer Wand montiert.Die Markise sorgt mit ihren idealen Maßen für Schatten auf einem Balkon oder einer Terrasse.  Die Montage ist einfach. Da die Markise aber mit ihren 4 Metern ziemlich breit ist, sollte man die Markise am Besten zu zweit aufbauen.

Die beste Markise für die Terrasse

Die solide Gelenkarmmarkise von Jawoll bietet dir ein schattiges Plätzchen auf deinem Balkon oder deiner Terrasse. Sie bietet dir nicht nur Schutz vor der Sonne, sondern bietet dir auch eine gemütliche Atmosphäre.

Die Gelenkarmmarkise gehört durch ihre Anbringungsmöglichkeiten und ihre Vielfalt zu den Klassikern unter den Markisen. Bei einem optimalen Preis – Leistungsverhältnis lässt sie auf deiner Terrasse oder deinem Balkon ein angenehmes Ambiente entstehen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Markise kaufst

In unserem Ratgeber möchten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Markise beantworten. Hier erfährst du, was die Markise ausmacht, worauf du achten solltest, und auch, wo du eine Markise am Besten kaufst.

Was ist eine Markise?

Eine Markise ist ein Sonnenschutz. Sie schaffen Schatten und können Terrassen, Balkone und andere Außenflächen vor Sonne und somit Hitze schützen.

Es gibt verschiedene Arten von Markisen, die sich durch den Ein- und Aufbau unterscheiden. Auch gibt es Markisen, die auf spezielle Bereiche wie Balkone oder Wintergärten ausgerichtet sind.

Markisen können sich bequem durch Knopfdruck ein – und ausfahren lassen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern gibt auch die Möglichkeit, den Markisenstoff vor Regen, Schmutz und Wind zu schützen.

Außerdem bleibt so die Flexibilität erhalten, zu entscheiden, ob Sonnenlicht oder Schatten erwünscht sind.

Für eine langfristige Nutzung lohnt sich die Anschaffung einer Markise, da ihre Handhabung komfortabler ist und sie durch den Schutz vor Regen und Schmutz langlebiger ist.

Zusammengefasst sind die Vorteile einer Markise also:

  • Eignung für kleine Flächen, Platz sparen
  • Bequem
  • Zeit sparen da einfache Bedienung
  • Schutz vor Regen, Schmutz und Wind bei eingefahrenem Zustand
  • Flexible Ein- und Ausfahrbarkeit

Markisen benötigen gegenüber Sonnensegeln keine Stützen und sind somit ideal um auch auf einem kleinen Balkon oder einer Dachterrasse für Sonnen – oder Regenschutz zu sorgen.

Welche Markise eignet sich für mich?

Es gibt viele verschiedene Arten von Markisen. Eine Entscheidung zu treffen ist nicht einfach. Es gibt jedoch einige Kriterien an denen du dich orientieren kannst, um dich für die Markise zu entscheiden, die für dich passend ist.

Zuerst einmal solltest du sicher gehen, ob es dir erlaubt ist, eine Markise anzubringen. Wenn nicht, solltest du dich für eine Variante entscheiden, die ohne Bohrungen montierbar ist.

Eine Markise sieht nicht nur schick aus, sondern schützt zusäztlich noch vor Sonne und Regen. Im Gegensatz zu einem Sonnenschirm ist sie platzsparend und kann auch für kleinere Flächen verwendet werden. (Bildquelle: pixabay.com / Hans)

Entscheidend ist auch, welche Fläche beschattet werden soll, ein Balkon, eine Terrasse, ein Wohnmobil, ein Wintergarten, eine freistehende Fläche oder eine Fassade. Je nachdem gibt es verschiedene Markisenarten.

Folgende Fragen solltest du dir stellen, um die richtige Art zu bestimmen:

  • Wo soll die Markise angebracht werden?
  • Welche Fläche sollte die Markise beschatten?
  • Kann die Markise geschützt werden oder nicht?
  • Welchen Belastungen ist die Markise ausgesetzt?
  • Soll sie über einen Motor oder Sensoren verfügen?

In unserem Entscheidungsteil führen wir die verschiedenen Arten von Markisen ausführlich auf. So findest du bestimmt die richtige Markise für dich. Wenn der Kostenfaktor sehr entscheidend ist, lass dich am Besten beraten und vergleiche die Kosten.

Wieviel kostet eine Markise?

Markisen gibt es in verschiedenen Preisklassen –  von der günstigen Markise bis hin zum Luxusmodell im vierstelligen Bereich. Zusammengefasst findest du hier eine Übersicht zu den jeweiligen Preisspannen der unterschiedlichen Markisen-Arten:

Markisen-Art Preisklasse
Klemmmarkisen, Fallarmmarkisen, Seilspannmarkisen bis zu 100€
Gelenkarmmarkisen 200€ – 1000€
Halbkassettenmarkisen (mit und ohne Motor) 400€ – 2000€
Markisen mit Fernbedienungen ab 1000€
Markisen mit Fernbedienungen ab 1000€
Strandmarkisen ab 3000€

Klemmmarkisen, aber auch Fallarmmarkisen oder Seilspannmarkisen sind schon unter 100 Euro zu erwerben. Diese Markisen sind einfach konstruiert und können meist selbstständig montiert werden. Sie werden mit einer Kurbel angetrieben.

Ab 200 Euro kann man Gelenkarmmarkisen oder auch eine freistehende Markise kaufen. Diese können bis zu nahe 1000 Euro kosten.

Unseren Recherchen zufolge lassen sich die günstigsten Markisen für bereits ca. 40€ erwerben. Die meisten Markisen kosten unter 240€. Teurere Markisen beginnen bei ca. 200€ und nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Ab 400 Euro können Kassettenmarkisen erworben werden, welche zusätzlichen Schutz für Gelenke und Markisenstoff bieten. Die Preise beginnen mit Halbkassettenmarkisen ohne und mit  Motor und enden bei  über 2000 Euro.

Markisen, die bei 1000 Euro starten, sind oft mit einer Fernbedienung versehen. Außerdem sind sie resistent gegen Wind, Wasser und UV-Schutz.

Es gibt auch Markisentücher, die schützend vor der Sonne wirken aber kaum verdunkeln. Zu den teuersten Markisen gehören die Strandmarkisen, die bei 3000 Euro starten.

Wo kann ich eine Markise kaufen?

Markisen kannst du sowohl im Baumarkt, Fachhandel oder beim Hersteller kaufen. Die Nachfrage Markisen online zu kaufen ist hoch, die Preise unterscheiden sich zum Handel um bis zu 50, 60 oder mehr Prozent.

Entscheidest du dich, eine Markise online zu kaufen, bist du nicht nur preislich im Vorteil, sondern hast auch mehr Auswahl.

Unseren Recherchen nach werden im Internet die meisten Markisen in Deutschland derzeit über die folgenden Shops verkauft:

  • Jalousiescout
  • Markisenverkauf
  • Hornbach
  • Obi
  • Sundiscount
  • Hagebau
  • ebay.de
  • Idealo

Alle Markisen, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen, sodass du gleich zuschlagen kannst, wenn du ein Gerät gefunden hast, das dir zusagt.

Wieviel kostet es, eine Markise montieren zu lassen?

Wenn du dich für eine Markise entschieden hast, kannst du sie je nach Möglichkeit selber montieren oder sie montieren lassen.

Die Preise dafür hängen von Art der Hauswand, Markisenart, als auch des Markisenstoffs ab. Markisen mit Kurbel sind kostengünstiger in der Montage als elektrisch betriebene Markisen.

Im Folgenden zeigen wir dir ein Kostenbeispiel für die Montage einer Markise die bis zu 3m groß ist.

  • Materialkosten: zwischen 50 und 180 Euro
  • Montagekosten manuell bedienbare Markise: 160 bis 190 Euro
  • Montage Markisenmotor: 30 bis 40 Euro.
  • Installation der Funkfernbedienung: 13 bis 15 Euro.
  • Nachrüstung externe Fernbedienung: 20 bis 30 Euro

Es gibt Markisen, die bis zu 80kg wiegen, um eine fachgerechte Montage kommt man da nicht drum herum. Dübel und Befestigungsmaterial kosten um die 50 bis 150 Euro. Injektionsmörtel liegt zwischen 24 und 30 Euro.

Die Kosten hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Hauswand oder wie viele Bohrlöcher benötigt werden. Bei der Montage spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle.

Dieser hängt von Markisengröße und Beschaffenheit der Hauswand oder der anzubringenden Fläche ab. Je größer die Markise, desto größer der Aufwand.

Das Montieren einer Markise an einer Hauswand liegt pro Meter zwischen ca. 70 und 120 Euro. Zu zweit würde die Montage ca. zwei Stunden dauern. Bei einem elektrischen Antrieb der Markise kommt ein Aufpreis von 30 bis 40 Euro hinzu.

Zusätzlich zu diesen Kosten, kommen die Anfahrtskosten, die für den Kostenvoranschlag anfallen. Bis zu 50km liegt dieser bei 50 Euro, wird aber oft erlassen bei Inauftragnahme.

In folgender Tabelle findest du eine allgemeine Aufstellung über die anfallenden Kosten bei einer Markisenmontage, inklusive der grob geschätzten Materialkosten:

Leistung Preis
Handwerkerdienste zwischen 200€ und 500€
Markisenmaterial (abhängig und Art und Größe – neu) zwischen 1000€ und 3000€
Markisenmaterial (abhängig und Art und Größe – gebraucht) zwischen 800€ und 1000€
Spanntuch-Austauch circa 800€

Insgesamt ist daher für eine neue Markise und dessen Montage mit einem Preis zwischen 2.000€ und 4.500€ zu rechnen.

Dabei ist aber natürlich stets die Größe der Markise, sowie die Bedienungsart (elektrisch, mit Fernbedienung oder manuell bedienbar) in Relation zum Preis zu setzen.

Welche Alternativen gibt es zur Markise?

Mögliche Alternativen zur Markise sind Sonnenschirm und Sonnensegel.

Der Sonnenschirm ist weniger platzsparend, da er durch seinen Fuß mehr Platz einnimmt als Markisen, die an der Wand montiert werden können.

Ausgefahren bietet die Markise vollständigen Sonnenschutz, wohingegen ein Sonnenschirm je nach Sonnenlage verstellt werden muss. Ebenso wie ein Sonnensegel muss auch ein Sonnenschirm umständlich auf und abgebaut werden.

Der Sonnenschutz durch Sonnensegel oder Sonnenschirm ist oft mit Aufwand verbunden. Eine Markise ist ideal, um sich komfortabel, flexibel und vollständig vor Sonne und Hitze zu schützen.

Auch ein Anstellpavillon kann vor der Sonne schützen. Diese Pavillons sind jedoch sperrig, groß und das Aufbauen ist mit großem Aufwand verbunden.

Entscheidung: Welche Arten von Markisen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen mehreren Arten von Markisen unterscheiden:

  • Fallarmmarkise
  • Freistehende Markise
  • Gelenkarmmarkise
  • Voll – und Halbkassettenmarkise
  • Pergolamarkise
  • Seilspannmarkise
  • Seitenmarkise/Senkrechtmarkise/Fassadenmarkise
  • Wintergartenmarkise
  • Markisoletten

Jede dieser Markisen hat verschiedene Eigenschaften, was jeweils individuelle Vorteile und Nachteile mit sich bringt.

Abhängig davon, welche Verwendung du für deine Markise hast, eignet sich eine andere Art von Markise für dich. Wir möchten dir im folgenden Abschnitt helfen, herauszufinden, welche Art von Markise sich am besten für dich eignet.

Dazu stellen wir dir alle oben genannten Arten von Markisen vor und stellen übersichtlich dar, worin jeweils ihre Vorteile und Nachteile liegen.

Was ist eine Fallarmmarkise und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Häufig an Wohnungen und Mietshäusern angebracht, bietet die Fallarmmarkise, mit wenig Mühe montiert, viel Schatten.

Sie kann ohne Verschraubung am Baukörper, zwischen Boden und Decke montiert werden. Sie verläuft schräg nach vorne und sichert somit noch Tageslicht und eine Aussicht nach draußen.

Es gibt verschiedene Arten von Fallarmmarkisen, es gibt sie mit Regendach oder im Kasten vor Regen und Schmutz geschützt. Die Klemmmarkise, zum Beispiel, wird einfach angeklemmt. Auch sie wird mit Motor oder Kurbel angetrieben.

Vorteile
  • Schützt vor Hitze
  • Keine Verschraubung an den Baukörper nötig
  • Dank einfacher Bauart kostengünstig
  • Technisch niedriger Anspruch, nicht komplex
  • Spendet Schatten und bietet gleichzeitig Ausblick nach Außen
Nachteile
  • Für Terrassen eher ungeeignet, da Fallarme störend wirken
  • Einfache Bauweise, durch die es bei Sturm zu Problemen kommen kann

Die Standrohre werden zwischen Fußboden und Decke angebracht. Der Neigungswinkel der Markise ist verstellbar und bietet somit optimalen Sonnenschutz.

Außerdem gibt es welche mit Klemmstützen für Balkone, wodurch das Bohren überflüssig wird, einfach fallende, federunterstützte oder mit Gasdruckfederarmen. Angetrieben werden Fallarmmarkisen elektrisch, mit Einhängekurbel, wanddurchgeführter Knickarmkurbel oder durch Solarenergie.

Da Fallarmmarkisen einfach konstruiert sind, sind die oft günstiger als andere Markisen. Sie sind technisch leicht verständlich und einfach zu montieren.

Die Fallarme der Markise können verschieden ausgerichtet werden, wodurch sehr viel spitzere und vorteilhaftere Winkel eingestellt werden können. Um ein Maximum an Stabilität dieser Markisen zu erreichen solltest du die Haltestangen öfters nachziehen.

Was ist eine freistehende Markise und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Eine freistehende Markise bietet eine attraktive Alternative zum Sonnenschirm und bietet die Möglichkeit zur Beschattung großer Flächen.

Im Gegensatz zum Sonnenschirm, befindet sich unter der Markise nicht der  Fuß in der Mitte, sondern sie bietet viel Raum und Variation in Ausfallwinkel und Schattenwurf.

Vorteile
  • Ideal für Beschattung großer Flächen
  • Flexible Ortswahl
  • Kann jederzeit auf- und abgebaut werden
  • Sehr wetterbeständig
Nachteile
  • Zeitintensiv im Aufbau
  • Weniger stabil

Es gibt sie mit einem, zwei oder vier Ständern, je nachdem wie viel Fläche man abdecken möchte. Die freistehende Markise wird mit mobilen Steinständern und einer freistehenden Tragkonstruktion montiert, somit ist der Ort flexibel wählbar und die Markise jederzeit auf – und abbaubar.

Da sie sehr wetterbeständig sind, eignen sie sich nicht nur als Sonnenschutz, sondern auch als Regenschutz. Angetrieben werden freistehende Markisen durch Motor oder Kurbel.

Freistehende Markisen können aber auch an einer Wand befestigt oder im Boden einbetoniert werden, wenn sie dauerhaft an einen Platz erwünscht sind.

Was ist eine Gelenkarmmarkise und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Der Name der Gelenkarmmarkise kommt daher, dass sie von zwei oder mehreren Gelenkarmen gestützt wird, diese werden mit Federn und einer Tuchwelle verbunden.

Das Tuch kann ein – und ausgefahren werden. Angetrieben werden diese Markisen, wie viele andere auch, mit Motor oder Kurbel.

Vorteile
  • Neigungswinkel variierbar
  • Sehr beständig gegen Wind, hohe Stabilität
  • Einfache Handhabung
  • Preisgünstig durch einfache Bauweise
Nachteile
  • Hohe Bedeutung fachgerechter Montierung
  • Sehr starke Hebelwirkung auf die Flächen, an denen die Markise montiert wird
  • Kurze Lebensdauer durch schutzlose Aussetzung dem Wetter gegenüber
  • Aufstellen an einem anderen Ort nicht möglich

Befestigt werden sie am Balkon oder einer Hauswand. Der Neigungswinkel lässt sich variieren, wodurch Regenwasser leicht abperlen kann. Da die Gelenkarmmarkise einfach gebaut ist, ist sie oft preisgünstiger als Alternativen.

Was ist eine Vollkassettenmarkise und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Die Vollkassettenmarkise stellt eine Form der Gelenkarmmarkise dar.  Die Kassette schützt die Gelenkarme, das Tuch und die Markisentechnik komplett vor äußeren Einflüssen wie Regen und Schmutz.

Im Aufbau sind die Vollkassettenmarkisen flacher als gewöhnlichen Gelenkarmmarkisen und somit oft ansprechender.

Da die Vollkassettenmarkisen aber mehr wiegen, muss die Tragfähigkeit des Untergrunds, an dem die Markise befestigt wird, sicher gestellt werden. Da die Größe variierbar ist, eignet sich die Kassettenmarkise für Balkon Terrasse oder Wintergarten.

Vorteile
  • Schutz des Tuchs und der Gelenke vor Wind und Sonne
  • Eignet sich für Balkon, Terrasse, Wintergarten
  • Optisch ansprechend durch flaches Design
Nachteile
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Belastung des Untergrunds durch Gewicht
  • Installation durch Profi empfehlenswert

Alternativ zur Vollkassettenmarkise gibt es noch die Halbkassettenmarkise. Diese bietet im eingefahrenen Zustand ebenfalls Schutz, von vorne und von oben.

Optisch ist sie nachteiliger, da die Kassette unten offen ist und somit ein Teil des Tuches und ein Teil der Gelenkarme sichtbar sind. Dadurch bleibt aber die Markisentechnik weiterhin ungeschützt.

Was ist eine Pergolamarkise und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Eine Pergola ist ein Säulen- oder Pfeilerartiger Eingang, der viel Raum bietet und im Übergang zwischen Terrasse und Gebäude vor Sonne schützt.

Wenn eine Gelenkarm oder Kassettenmarkise aufgrund von baulichen Gegebenheiten nicht möglich ist, kommt die Pergolamarkise in Frage, zum Beispiel wenn ein Ausfall von mehr als 4m erforderlich ist.

Vorteile
  • Hohe Stabilität
  • Schutz vor Sonne und Regen
  • Beliebig ein- und ausfahrbar
  • Hohe Strapazierfähigkeit
  • Leichte Demontage
Nachteile
  • Zusätzliche bauliche Grundlagen nötig
  • Fixierung an der Hauswand
  • Preisaufwendiger als andere Markisen
  • Hoher Konstruktions- und Materialaufwand

Die Pergolamarkise kann bis zu einem Ausfall von 6m aufgebaut werden. Die Führungsschienen können gerade oder gebogen sein und lassen sich einfach demontieren.

Die Stabilisierung der Markise erfolgt durch vordere Stützen, welche über zwei Füße am Montageboden verbunden werden. Angetrieben werden sie mit einem Motor, können aber mit Extras wie Wettersensoren und Fernbedienung ausgestattet werden.

Was ist eine Seilspannmarkise und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Die Seilspannmarkise zeichnet sich durch Selbstmontage aus. Sie kann innen und außen verwendet werden. Zwei parallel gespannte Edelstahlteile führen das Sonnensegel.

Das Sonnensegel der Seilspannmarkise besteht oft aus einem dünneren Stoff, als es für andere Markisen üblich ist, wodurch trotzdem Schatten garantiert ist, es aber gleichzeitig nicht zu dunkel wird.

Vorteile
  • Preiswert
  • Einfache Montage
  • Hohe Windstabilität
  • Sonnensegel lässt sich abnehmen und waschen
  • Lichtdurchlässig
Nachteile
  • Glasabdeckung notwendig bei Regen
  • Hitze zwischen Glas und Markise
  • Notwendigkeit eines zusätzlichen Belüftungssystems im Wintergarten

Da sich das Sonnensegel zusammen schieben lässt, ist es vor starken Wind geschützt. Man kann es auch schräg aufhängen, um sich vor Regen zu schützen. Außerdem kann man es flexibel waagerecht oder senkrecht aufhängen.

Das Sonnensegel lässt sich per Stock, Hand  oder Seilspannverfahren verschieben, um den gewünschten Sonnenschutz zu erreichen.

Bei waagerechter Anbringung ist eine Glasabdeckung notwendig, um Wassersäcke bei Regen zu vermeiden. Dadurch entsteht zwischen Glas und Markise Hitze, die sich verteilt.

Was ist eine Seiten- oder Senkrechtmarkise und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Vorzugsweise findet die Seitenmarkise Verwendung auf Balkon und Terrasse. Oft ist es nur möglich, die Markise komplett auszurollen.

Da diese Art von Markise seitlich schützt, wird sie oft als Schutz gegen Wind oder äußere Blicke verwendet. Seitenmarkisen eignen sich nicht nur für den Sommer, sondern auch für den Winter, weil sie für Wärmespeicherung sorgen.

Vorteile
  • Einfache Montage
  • Einfache Reinigung
  • Ideal für steile Neigungen
  • Optimaler Wind- und Sichtschutz
  • Markise kann als Werbefläche genutzt werden
Nachteile
  • Abmessungen wichtig (muss meist vollständig ausgerollt sein)
  • Versperrt den Blick
  • Verhindert Lichteinfall
  • Versperrt Luftzufuhr

Diese Markisen lassen sich mit Motor oder Kurbel antreiben und eignen sich besonders für senkrechte oder schräge Fassaden, da sie nach unten fällt.

Sie eignen sich für die Beschattung großer Fassaden, wie zum Beispiel von Bürokomplexen, Krankenhäusern und Schulen. Dabei passen sie sich optisch an und bieten Sicht – und Sonnenschutz.

Was ist eine Wintergartenmarkise und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Die Montage einer Wintergartenmarkise erfolgt mittels Schienen auf einem Wintergarten.

Die Konstruktion ist aufgrund der Windbeständigkeit oft komplex. Durch die Anbringung von Außen, kann die Sonne nicht auf das Glas strahlen. Betrieben werden Wintergartenmarkisen elektronisch.

Vorteile
  • Einfache Bedienung durch Funkfernbedienung
  • Sonnenschutz für Glas
  • Sichtschutz
  • Sonnen- und Hitzeschutz auch bei tiefstehender Sonne
  • Flexibel im Neigungswinkel
Nachteile
  • Zusätzliche Belüftung nötig
  • Komplexe Konstruktion
  • Nicht ideal für sonnenarme Regionen
  • Kostspielig

Was sind Markisoletten und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Markisoletten sind Senkrecht- und Fallarmmarkise kombiniert. Oben ist die Markisolette senkrecht ausgerichtet und bietet Sonnen- und Sichtschutz.

Unten ist sie flexibel einstellbar und ermöglicht so den Einfall von Licht. Die Markisolette kann mit Abstand oder direkt am Gebäude befestigt werden.

Vorteile
  • Sonnen- und Sichtschutz
  • Lichteinfall ist möglich
  • Blick nach draußen bleibt erhalten
  • Geringer Platzbedarf
  • Ideal für Villen und öffentliche Gebäude
Nachteile
  • Gelenkteile müssen alle paar Jahre mit Silikonspray eingesprüht werden
  • Komplizierterer Einbau

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Markisen vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Markisen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich eine bestimmte Markisenart für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um :

  • Einbau und Einsatz
  • Montage
  • Größe
  • Konstruktion und Material
  • Bedienung und Motor
  • Farbwahl
  • Reinigung und Pflege
  • Zusatzausstattungen

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Einbau und Einsatz

Es gibt verschiedene Regeln für das Einbauen einer Markise. Zum einen gibt es gesetzliche Vorschriften, die von Stadt zu Stadt unterschiedlich sind.

Grelle Farben sind in manchen Städten verboten, ebenso sollten Nachbarn sich durch deine Markise nicht gestört fühlen. Zum anderen spielen der Vermieter und seine Genehmigung eine Rolle.

Wenn diese Faktoren geklärt sind und dem Einbau einer Markise nichts im Wege steht, kannst du dich für eine Markise mit Wandmontage entscheiden.

 

Sollte der Vermieter etwas gegen die Markise haben, kannst du dich zum Beispiel für eine Klemmmarkise entscheiden. Diese benötigt keine Bohrungen und lässt sich ganz leicht wieder demontieren.

Außerdem ist es wichtig, wo deine Markise Verwendung findet. Hast du einen Balkon, eignet sich eine Gelenkarmmarkise mit freiliegendem Tuch.

Liegt deine Markise aber frei und ist nicht durch einen Balkon oder etwas anderes von oben geschützt, solltest du dich für eine Markise entscheiden, die einen Schutz für dein Markisentuch bietet.

Die Nachfrage nach Kassettenmarkisen steigt, denn sie schützen das Tuch, sowie die Markisentechnik. Eine Hülsenmarkise schützt hingegen nur das Tuch. Eine andere Option wäre eine Markise mit Regenschutzdach.

foco

Wusstest du, dass früher spezielle Sonnenschutzgestelle für die Frau des Offiziers aufgestellt wurden?

Diese wurden verwendet, wenn die Frau des Offiziers im Heereslager zu Besuch war. So wurde die zarte Damenhaut vor der Sonne geschützt.

Um eine passende Markise für dich zu finden, solltest du dir zudem überlegen, ob du deine Markise ganzjährig oder nur kurzfristig nutzen möchtest.

Im letzteren Fall, solltest du dich für eine Markise entscheiden die eine leichte Montage und Demontage aufweist, wie zum Beispiel eine Klemmmarkise. Eine andere Möglichkeit wäre die Pergolamarkise.

Die Führungsschienen lassen sich leicht demontieren und somit kann man die Pergolamarkise in den Wintermonaten sicher verstauen, um sie zu schützen. Möchte man die Markise dauerhaft nutzen, kann man sich zwischen den anderen Markisenarten entscheiden.

Montage

Eine Markise bietet dir Schatten und Sichtschutz. Um diesen Vorteil zu genießen, muss sie fachgerecht montiert werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten für die Montage: selbst aufbauen oder vom Fachmann montieren lassen.

Sehr zu beachten ist das Gewicht und die Zugkraft der Markise. Die Klemmmarkise ist mit ihrem Gewicht etwas leichter und benötigt kein Bohren. Sie eignet sich zum Beispiel für die Selbstmontage. Nur wer sich wirklich sicher ist, sollte seine Markise selber montieren.

Da eine Markise oft über 50 kg wiegt, fällt sie unter die Kategorie Schwerlastbefestigung. Es ist wichtig, die passenden Materialien zur Verfügung zu haben, wie zum Beispiel Spezialdübel oder Montageplatten.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist das Mauerwerk, an dem die Markise befestigt werden soll. Wer sich nicht sicher ist, sollte einen Fachmann dazu rufen.

Auch die Befestigung ist ein wichtiger Anhaltspunkt. Abgesehen von Klemm- oder Standmarkisen, unterscheidet man zwischen der Decken-, Wand – und Dachsparrenmontage.

Die Deckenmontage kommt zum Einsatz, wenn eine Markise unter einem Balkon montiert werden soll. Bei der Wandmontage wird die Markise an der Außenwand deines Hauses befestigt.

Eine andere Möglichkeit wäre es, die Markise an einem Dachüberstand  oder einem frei zugänglichen Dachsparren angebracht werden.

Informiere dich im Idealfall darüber, wie der Sonnenverlauf an der Stelle ist, an dem du deine Markise montieren möchtest. Die Planung der Markise sollte auf jeden Fall unter Berücksichtigung des Sonnenverlaufs stattfinden.

Der Neigungswinkel spielt eine wichtige Rolle, zum Beispiel damit das Regenwasser abfließen kann und sich nicht auf dem Markisentuch staut.

Der Winkel sollte nicht unter 14° gewählt werden, damit das Wasser abfließen kann. Die meisten Markisen verfügen über einen einstellbaren Neigungswinkel.

Die Neigung ist stufenweise einstellbar und die Markise mit einer Handkurbel ausfahrbar. (Bildquelle: pixabay.com / TuendeBede)

Eine Durchgangshöhe von 2 Metern sollte nicht unterschritten werden. Ein problemloses Durchgehen sollte in jedem Fall möglich sein. Die Montagehöhe sollte bei mindestens 260 cm liegen.

Größe

Welche Größe die Richtige für dich ist, hängt von deinem Verwendungszweck – und Ort ab. Für einen  Balkon eignet sich natürlich eine kleinere Markise als für einen Garten oder eine Terrasse.

Markisen sollten einen halben Meter über die Terrasse über stehen um Schatten zu erzeugen. Bei großen Flächen ist eine Ausfallweite von bis zu 4 Metern sinnvoll.

Die Breite deiner Markise sollte der Breite der zu beschattenden Fläche entsprechen. Oft kann man die Markise auch nach Maß anfertigen lassen.

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Wusstest du, dass der Begriff der „Markise“ ursprünglich „Markgräfin“ bedeutet?

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem französischen und bedeutet so viel wie „Markgräfin“. Warum sie so genannt wurde, ist jedoch unklar.

Ab 1700 hatte das Wort die Bedeutung „Überzelt, zusätzliches Zeltdach“ und erst seit dem 18. Jahrhundert hat es die heutige Bedeutung eines „leinenen Sonnendachs vor Fenster oder Tür“.

Konstruktion und Material

Damit du deine Markise lange nutzen kannst, ist es wichtig, dass die Markise gut verarbeitet ist. Dazu ist es wichtig, dass die einzelnen Teile, wie zum Beispiel die Kassette, die Schrauben oder Gelenkarme rostfrei sind.

Geeignet sind zum Beispiel Aluminium oder Edelstahl.  Aluminium ist sehr leicht, wetterfest und rostet nicht. Auch optisch ist Aluminium sehr ansprechend.

Das Material muss stabil und beständig sein.

Achte darauf, dass das Gestell aus Aluminium besteht. Ist dies nicht der Fall, ist die Stabilität und Bruchsicherheit der Gelenkarme gefährdet, da sich bei Billigmaterialien Lufteinschlüsse während des Gießvorganges bilden. Somit wäre sie bei Wind und Regen nicht mehr sicher.

Du solltest auch darauf achten, dass tragende Teile und statisch wichtige Vorrichtungen , wie Befestigungskonsolen, Einhängevorrichtungen und Armlager, deiner Markise nicht aus Kunststoff bestehen.

Auch diese sollten aus stranggepresstem Aluminium bestehen. Kassettenschalen und Hülsenschalen sollten ebenfalls aus diesem Material bestehen. Schrauben und Muttern sollten aus Edelstahl bestehen.

Neben der Konstruktion, ist auch das Material des Markisentuchs sehr wichtig. Es gibt verschiedene Materialien, die verschiedene Eigenschaften haben und die Lebensdauer deiner Markise beeinflussen.

Marktstudie (12/19): Mithilfe von wissenschaftlichen Methoden haben wir eine Marktstudie durchgeführt, in der wir uns 78 Produkte der Kategorie Markise genauer angesehen haben. Wir wollen dir damit die Frage beantworten, wie die Produkteigenschaft Markisentuch-Material quer über den Markt verteilt ist. Damit kannst du besser einschätzen welcher Produkttyp für dich geeignet ist. Du kannst die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Studie hier oben in dem Graph betrachten. (Quelle: Eigene Darstellung)

Um dich für ein Material zu entscheiden, sollte dir im Klaren sein, welchen Verwendungszweck du für deine Markise hast. Möchtest du dich nur vor der Sonne schützen oder soll deine Markise auch wind – und wetterfest sein.

Außerdem sollte die Markise einen  gut konstruierten Wasserablauf besitzen, damit der Regen und die Feuchtigkeit gut abperlen können.

Ein anderes Kriterium für den Stoff ist die Reißfestigkeit. Sie sollte zwischen 290 und 320 g/m2 liegen. Das wichtigste Kriterium ist aber die Imprägnierung, denn diese bestimmt Faktoren wie Schmutzabweisung, Reinigung oder Wasserabweisung.

Ein positives Beispiel für den Stoff einer Markise sind spinndüsengefärbte Acrylstoffe. Diese werden bereits während der Produktion gefärbt und vereinen viele Vorteile miteinander:

  • Leichtigkeit
  • Leuchtende Farbintensität
  • Lichtbeständigkeit
  • Feuchtigkeitsbeständigkeit
  • UV-beständigkeit
  • Wetterbeständigkeit

Außerdem trocknen sie schnell, was ein sehr wichtiger Faktor ist, da die Markise nur im trockenen Zustand eingefahren werden darf.

Ein anderes Beispiel ist der thermoplastische Kunststoff Polyvinylchlorid. Dieses wird oft für Regenmarkisen oder Markisoletten eingesetzt, da diese dauerhaft den Wetterverhältnissen ausgesetzt sind.

Das Markisentuch sollte gegen Wind, Wetter und Sonne beständig sein. (Bildquelle: 123rf.com / ronstik)

Markisen die ein – und ausgefahren werden, werden oft mit Polyestergewebe, welche mit PVC beschichtet ist ausgestattet.

Es ist stabil, witterungsbeständig und Schmutzabweisend. Da es blickdicht ist, können diese Markisen auch als Sichtschutz verwendet werden. Polyester ist leicht und flexibel, jedoch sehr reißfest. Um den Stoff UV-Beständig zu machen, muss er imprägniert werden.

Bedienung und Motor

Wie viel Wert liegst du auf Komfort? Je nachdem kannst du dich für den Antrieb deiner Markise entscheiden. Du hast die Wahl zwischen Handkurbel und Motor. Ein hohes Maß an Komfort wird natürlich durch den Motor erreicht.

Wenn jedoch kein Stromanschluss in der Nähe ist, muss auf eine Kurbel zurück gegriffen werden. Dabei solltest du darauf achten, dass ein Kegelradgetriebe vorhanden ist, denn es ist leichter zu bedienen und langlebiger als ein Schneckenradgetriebe.

Solltest du dich aber für einen Motorantrieb entscheiden, achte darauf, dass eine Notfallkurbel dabei ist. Denn sollte der Strom mal ausfallen oder der Motor defekt sein, sollte es immer noch möglich sein die Markise einfahren zu können.

Dies ist besonders im Falle eine Sturmes oder Gewitters wichtig. Neben dem Motorantrieb auf Knopfdruck,  gibt auch die Möglichkeit der Bedienung durch Funkmotor und Fernbedienung.

Einige Markisen sind mit Motor ausgestattet, andere lassen sich nachrüsten. Es gibt die Möglichkeit einen Rohrmotor zu montieren, dessen Montage ist aber sehr aufwendig. Der Rohrmotor stellt die Professionelle Alternative dar.

Es gibt ihn mit verschiedenen Steuerungen:

  • Kabelgeführtes Ein – und Ausschalten
  • Bedienung mit Funkfernbedienung
  • Bedienung über Smartphone
  • Ein – und Ausschalten durch Sensoren (Regen, Sonne, Schatten, Zeit)

Als andere Möglichkeit gibt es den Aufsteckmotor, der sich durch seine geringen Kosten und einfache Montage auszeichnet. Nachteilig daran ist, dass der Motor immer zu sehen ist, da er auf die Kurbel aufgesteckt wird.

Farbwahl

Bei der Farbwahl der Markise geht es zum einen um deinen persönlichen Geschmack, die Gestaltung deiner Terrasse oder deines Balkons und zum anderen die Wirkung der Farbe auf UV-Schutz. Von Vorteil sind dunkle Farben.

Helle Farben weisen einen niedrigeren UV-Schutz Faktor auf. Ist deine Markise nicht geschützt, solltest du dich vielleicht gegen eine zu helle Farbe entscheiden, da sie schnell verschmutzen würde.

Dunkle Farben sind beständiger, helle Farben hingegen heizen sich unter Sonnenlicht weniger auf. (Bildquelle: pixabay.com / mastma)

Außerdem lassen zu helle Farben zu viel Sonne durch und blenden. Eine gute Möglichkeit ist grau oder blau. Es sind kühle Farben, die dich nicht blenden und unter denen sich die Hitze nicht aufstaut.

Unter einer zu dunklen Farbe könnte es sich zu sehr unter deiner Markise aufheizen. Außerdem kommt das Licht nicht mehr so gut durch und es ist verdunkelt unter der Markise.

Achte in jedem Fall darauf, dass das Tuch spinndüsengefärbt ist, damit die Farbe langlebig ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Farbe durch die Sonneneinstrahlung schnell verblassen.

Reinigung und Pflege

Schnell kann es zu Verschmutzungen deiner Markise kommen. Damit du lange Freude an ihr hast, ist es wichtig, dass du sie reinigen kannst. Viele Markisen besitzen einen Schutzkasten, der den Markisenstoff vor Schmutz schützt.

Dazu muss die Markise aber eingefahren sein. Eine Kassettenmarkise, die so einen Schutzkasten aufweist, ist also von Vorteil.

Eine Markise sollte regelmäßig gereinigt werden, damit ihre Lebensdauer sich verlängert. (Bildquelle: 123rf.com / Udo Herrmann)

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Markisenstoff imprägniert ist, da diese Imprägnierung deine Markise schmutz – und wasserabweisend macht.

Sollte es doch zu Verschmutzungen wie zum Beispiel durch Vogelkot kommen, gibt es einige Möglichkeiten deine Markise zu reinigen, zum Beispiel mit Spezialreinigern.

Zusätzlich solltest du dich darüber informieren, ob du den Markisenstoff abnehmen kannst um ihn von Zeit zu Zeit zu waschen.

Zusatzausstattungen

Wenn du dir noch mehr Komfort wünschst, solltest du dich erkundigen, bei welchen Markisen es die Möglichkeiten von Zusatzausstattungen gibt.

Sensoren können die Markise automatisieren.

Eine Möglichkeit ist sind Sonnen- und Windwächter. Dabei gibt es an der Markise Sensoren, die je nach Wind oder Sonne automatisch das Ein – oder Ausfahren der Markise veranlassen, auch bei deiner Abwesenheit.

Dies bedeutet Sicherheit für deine Markise, wird es windig, wird sie eingefahren und kann nicht mehr beschädigt werden.

Außerdem gibt es die Möglichkeit Heizstrahler einbauen zu lassen, sollte es etwas kühler draußen werden. Andere Zusatzausstattungen sind Beleuchtung und Kühlanlage.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Markise

Im folgenden Teil erfährst du weitere interessante Informationen zum Thema Markise. Somit kannst du dein Wissen abrunden und bist bestens darauf vorbereitet, dich mit der passenden Markise auszustatten.

Aus welchem Material sollte das Markisentuch sein?

Das Markisentuch hat die Aufgabe ein angenehmes Klima unter der Markise zu schaffen. Die beinhaltet eine ideale Beschattung, Schutz vor Hitze und UV-Strahlung, Windschutz, gegebenenfalls Sichtschutz und Schutz vor Regen.

Außerdem muss das Material reißfest und elastisch sein. Ebenfalls sollte es pflegeleicht und Schmutzresistent sein. In besonderen Fällen muss das Material „schwer entflammbar“ sein.

Im Folgenden stellen wir dir einige Materialien vor:

Polyacryl  

  • Wird am häufigsten verwendet und ist für häufige Nutzung passend
  • Reißfest
  • Widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse, wasserabweisend
  • Unempfindlich gegenüber Hitze und Kälte
  • Hoher Schutz vor UV – Strahlung
  • Lichtechtheit und Farbstabilität

Polyester

  • Sehr leicht und elastisch
  • Reißfester als Acryl
  • Gutes Rücksprungverhalten
  • Geeignet für Markisen die gerollt oder gewickelt werden und die sehr breit sind
  • Muss mit einer Beschichtung überzogen werden um hohen UV – Schutz oder andere Vorteile zu erreichen

PVC

  • 100% wasserdicht
  • Schmutzabweisend
  • Pflegeleicht
  • Ideal für permanenten Schutz vor Regen und Schnee
  • Ist nicht für viele Markisenarten geeignet, das es unflexibel ist
  • Für andere Markisen kann PVC als Schicht für Polyester genutzt werden

Wer bespannt meine Markise neu und wie hoch sind die Kosten?

Wenn du eine alte Markise die noch voll funktionstüchtig ist neu beziehen lassen willst, kannst du dies entweder selber tun oder es von einer Firma erledigen lassen.

Zur zweiten Alternative zeigen wir dir ein Preisbeispiel: Bei einer Neubespannung einer Gelenkarmmarkise von einer Größe von 4x3m würden ca. Kosten in Höhe von 37€ pro qm zuzügliche einer Montagepauschale von 119€.

Wie reinige ich meine Markise?

Am besten sollte die Markise vor dem ersten Gebrauch gründlich gereinigt werden.

Zuerst solltest du den trockenen Dreck runter fegen und die Markise danach mit klarem Wasser abspülen. Dazu solltest du den Gartenschlauch verwenden und nicht den Hochdruckreiniger, dieser könnte Schäden hervorrufen.

Bei Flecken kannst du einen  Schwamm  und eine Lösung aus lauwarmen Wasser und Feinwaschmittel verwenden.  Diese Lösung sollte 20 min einwirken. Bei hartnäckigen Flecken ist ein Spezialreiniger nötig, für den das Tuch aus dem Gestell genommen werden sollte.

Für Schimmel gibt es  ebenfalls spezielle Reiniger oder Essigwasser. Nach der Reinigung darf die Markise erst eingefahren werden, wenn sie komplett trocken ist, sonst gibt es Flecken und Verfärbungen.

Wie viel Wind hält eine Markise aus?

Beim Kauf einer Markise solltest du darauf achten, dass sie Windwiderstandsklasse 2 entspricht und nicht weniger.

Windwiderstandsklasse 2 entspricht der Windstärke 5, die maximal eine Windgeschwindigkeit bis zu 38 km/h erreichen kann. Dies wäre mit einer frischen Brise zu vergleichen, bei der kleine Laubbäume hin und her schwanken.

Damit die Markise stabil bleibt, ist es wichtig, dass die Markise korrekt markiert wurde. Um die Markise bei Windstärke 8 zu schützen, kann ein Wind Protector System erworben werden.

Wie hoch sollte meine Markise montiert werden?

Um sich für eine Höhe zu entscheiden, musst du erst einmal entscheiden, wo genau die Markise montiert werden soll und wie der Sonnenverlauf aussieht.

Außerdem beeinflusst die Neigung die Höhe der Markise. Eine Durchgangshöhe von 2m sollte nicht unterschritten werden. Die optimale Durchgangshöhe sollte bei 15 Grad festgelegt werden.

Wie ändere ich die Neigung meiner Markise?

Der vollständige Neigungswinkel lässt sich einstellen. Bei neueren Modellen kann er sogar automatisch oder per Funkfernbedienung eingestellt werden.

Alternativ gibt es Markisen, bei denen sich auf jeder Seite der Tuchwelle eine Einstellschraube befindet. Auf der Einstellschraube befinden sich ein Plus-  und ein Minussymbol, wodurch die Neigung eingestellt werden kann.

Als letzte Möglichkeit den Winkel zu ändern, gibt es  Markisen, die auf jeder Seite zwei Schrauben in einer kreisförmig gebogenen Langschlitzöffnung haben.

Nach dem Lösen können sie innerhalb der Schlitzlänge verdreht werden, um so den Neigungswinkel zu ändern.

Wo bekomme ich Ersatzteile für meine Markise?

Ersatzteile für eine Markise findest du im Baumarkt, Fachhandel oder online. Die Nachfrage ist online am größten, da es die größte Auswahl und die niedrigeren Preise gibt.

Erkundige dich am Besten auch bei dem Hersteller deiner Markise, um Ersatzteile zu finden, die passen. Unter Umständen kannst du auch von Garantieansprüchen Gebrauch machen und somit Kosten sparen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/umwelt-technik/sonnenschutz-mit-schirm-charme-und-markise-13066299.html

[2] https://www.gartenhaus.at/magazin/markise-montieren/

[3] http://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_55632182/markisenreinigung-so-reinigen-sie-ihre-markise-richtig.html

Bildquelle: 123rf.com / Fabio Cardano

Warum kannst du mir vertrauen?

Brigitte hat Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt der Pflanzenkunde studiert und arbeitet jetzt in der Forschung. Dadurch hat Brigitte viel darüber gelernt, welche Pflanzen zusammenpassen und welche Bedingungen diese benötigen, um gesund zu wachsen.