Superfoods wie Goji-Beeren, Chia Samen oder Baobab sind in aller Munde und werden im Supermarkt für nicht wenig Geld angeboten. Doch sind diese Superfoods wirklich so „super“ wie der Name verlauten mag?


In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf den Begriff Superfoods und zeigen, warum heimische Superfoods aus dem eigenen Garten durchaus eine gute Alternative zu den teuren Produkten aus dem Supermarkt sind.

Superfoods – Worum handelt es sich dabei?

Superfoods sind – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Munde. Wer auf seine Ernährung achtet, scheint an Chia-Samen, Goji-Beeren und Spirulina-Algen nicht vorbeizukommen.

Als Superfoods werden Lebensmittel beschrieben, die der Gesundheit zuträglich sind. Sie punkten mit einem besonders hohen Vitamingehalt, wertvollen Mineralstoffen und Antioxidantien. Keine Frage, dass sich Körper und Geist darüber freuen.

Einige Superfoods hemmen Entzündungen, andere bauen die Darmflora auf. Es gibt welche, die das Immunsystem stärken und solche, die Giftstoffe ausleiten. Echte Wundermittel also.

Was sich Superfood nennen darf, ist allerdings durch das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel (EUFIC) nicht definiert. Vielmehr ist der Begriff eine Erfindung kreativer Marketingexperten, die damit vor allem eins erreicht haben: Viel Geld in die Kassen der Hersteller zu spülen, denn exotische Superfoods sind teuer.

Einheimische Superfoods

Aber müssen es wirklich Lebensmittel mit unaussprechlichem Namen sein? Nein! Es gibt auch einheimische Superfoods, die mindestens genauso gesund, aber wesentlich günstiger sind. Einige davon lassen sich sogar im eigenen Garten heranziehen. Kapuzinerkresse, Leinsamen und Heidelbeere klingen zwar ziemlich langweilig, aber sie haben es in sich und müssen nicht erst aus entfernten Ländern in unsere Supermärkte transportiert werden.

300 Gramm Chia-Samen kosten in einem deutschen Drogeriemarkt knapp drei Euro. Sie werden als Superfood mit einem besonders hohen Omega-3-Gehalt angepriesen. Chia wird traditionell in Südamerika angebaut, aber die Samen kommen inzwischen auch aus Südostasien oder Australien.

Müsli in Schale mit verschiedenen Beeren und Samen

Deinem morgendlichen Müsli kannst du ganz einfach verschiedene Superfoods hinzufügen und so den Tag gestärkt und gesund starten. (Bildquelle: pixabay.com / ellaolson)

Ihr Proteinanteil liegt bei 20 Prozent. Das ist beachtlich, doch es gibt einen heimischen Konkurrenten mit noch überzeugenderen Werten: Leinsamen. Kostet die Hälfte und besteht zu je einem Drittel aus Ballaststoffen, Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Schon zwei Esslöffel am Tag – etwa im Müsli – lassen den Verdauungstrakt Freudensprünge machen.

Heimische Superfoods – Beeren gegen Krebs

Ein weiteres Superfood aus fernen Ländern, das zwar nicht unseren Körper, aber den Geldbeutel belastet, ist die Acai-Beere. Die darin enthaltenen Antioxidantien sollen Krebszellen eindämmen und schlank machen.

Beide Lebensmittel werden hierzulande meist in Pulverform oder als Kapseln angeboten. Wer Gesundheit lieber in Beerenform zu sich nehmen will, greift zur Heidelbeere. Die darin enthaltenen Anthocyane haben wirken gegen Gedächtnisschwund und krebsartige Zellen im Dickdarm.

Auch der Goji-Beere sagt man eine solche Wirkung nach. Sie eignet sich aber weniger für den Anbau im eigenen Garten, denn die Sträucher wuchern stark und haben unangenehme Stacheln.

Hier bietet sich die Hagebutte als Alternative an, die man oftmals auch an Wegen findet. Wer dennoch selber Goji-Beeren ernten möchte, pflanzt die winterharten Sträucher an einem sonnigen bis halbschattigen Standort – idealerweise aber mit einer Wurzelsperre. Ab dem dritten Jahr tragen sie Früchte und sollten dann nicht mehr beschnitten werden.

Natürlich gibt es auch exotische Superfoods, die nicht so teuer sind. Dass sie weit gereist sind, um es bis in unsere Supermarktregale zu schaffen, steht auf einem anderen Blatt. Sie können aber in Zeiten, wo die einheimischen Sorten keine Saison haben, eine Alternative sein.

Gemeint sind beispielsweise Avocados. Die Früchte sind zwar sehr fetthaltig, aber dabei handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren und die halten den Cholesterinspiegel niedrig. Aber auch der Vitamin- und Mineralstoffgehalt spricht für die Avocado.

Heimische Superfoods aus dem Garten: Rote Bete und Grünkohl vs. Papaya und Granatapfel

Wer es süß, aber weniger kalorienreich mag, wählt die Papaya. Die tropische Frucht hat besonders viel Vitamin C sowie Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A wird. Papaya gilt zudem als Geheimtipp bei Diäten, weil sie die Fettverbrennung fördert. Auch für die Verdauung gilt sie als heilsam.

Selbiges sagt man dem Granatapfel nach, der zudem den Blutdruck senken soll. Den bekommt man allerdings auch mit einem heimischen Superfood runter: roter Bete. Ein weiteres Wintergemüse mit gesundheitsfördernder Wirkung ist der Grünkohl mit vielen Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien, Eiweiß, Eisen und Ballaststoffen.

Selbst Kakao wird zu den Superfoods gezählt. Da klingt es zunächst verlockend, täglich Schokolade zu essen.

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Das kann man tun, aber dann sollte es nicht zuviel davon sein und möglichst eine dunkle Sorte. Besser ist es, eine Trinkschokolade mit ungesüßtem Kakaopulver zu genießen. Damit wird auch gleich das Risiko einer Herzerkrankung gesenkt.

Bei all diesen Superfoods ist sicherlich das passende Lebensmittel für jeden von uns dabei. Man sollte sich allerdings der Tatsache bewusst sein, dass die heilende Wirkung in der Regel nur im Labor und mit großen Mengen nachgewiesen wurde, die wir Menschen ohnehin nicht zu uns nehmen.

Wer dennoch nicht auf Superfoods verzichten will, muss sie regelmäßig konsumieren, um davon zu profitieren. Ein grüner Smoothie am Morgen aus Avocado, Blattspinat, Zitrone und Ingwer wäre ein guter Anfang.

Bildquelle: unsplash.com / Sara Dubler

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Redaktion

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