Brokkoli pflanzen

Viele Haus- und Gartenbesitzer möchten nicht nur eine schöne Grünfläche haben, sondern diese auch als Nutzfläche umfunktionieren. Frisches Obst und Gemüse aus dem eignen Garten wird zunehmend beliebter. Vor allem Familien mit Kindern möchten gesunde Lebensmittel den Kindern zur Verfügung stellen. Und was könnte besser sein, als das Gemüse aus dem eignen Garten zu nutzen, wo man auch genau weiß, welche Bio Qualität dieses hat. So ist auch für viele die Gartenarbeit eine schöne Abwechslung, zum sonst so tristen Alltag. Hierbei spielt das richtige Anpflanzen eine wichtige Rolle.

In diesem Beitrag erklären wir dir, was du bei dem Anbau von Brokkoli beachten musst. Zeigen dir die einzelnen Schritte von der Aussaat bis zur Ernte. Welche wichtigen Punkte du dabei berücksichtigen solltest, damit der Anbau dir auch gelingt und du bis zur Ernte und dem Verzehr von deiner Brokkoli Pflanze kommst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Bei dem richtigen Anbau von Brokkoli fängt es mit der richtigen Wahl des Platzes und der Vorbereitung des Bodens an. Gerade die Vorbereitung des Bodens beginnt schon im Herbst zuvor.
  • Für den Anbau von Brokkoli wird zuerst mit dem Vorziehen der Samen oder das Säen direkt im Beet begonnen. Hierbei musst du jedoch auf bestimmte Erde für das Vorziehen und genug Platz im Beet achten, damit die Brokkoli Pflanzen auch genug Nährstoffe und Raum zum Wachsen haben.
  • Wenn du das Säen deines Brokkoli über mehrere Wochen streckst kannst du länger die Brokkoli Röschen ernten und essen. Für eine fast ganzjährige Ernte bietet sich auch an, die Pflanzung von Winterbrokkoli.

Brokkoli pflanzen: Was du wissen solltest

Brokkoli ist durch seine hohen Nährwerte ein sehr gesundes und durch den neutralen Geschmack auch sehr beliebtes Gemüse. Diese pflegeleichte Kohlart ist zudem ein Verwandter des Blumenkohls. Durch den vielseitigen Einsatzbereich von Brokkoli findet er in viele Küchen seine Verwendung. Durch den dazu, recht leichten Anbau lohnt es sich alle mal ihm im eigenen Garten anzubauen und zu ernten. Zudem schmeckt er aus dem eigenen Garten auch einfach am besten.

Wo pflanze ich Brokkoli am besten an?

Brokkoli ist, wie die meisten Kohlarten, ein Starkzehrer.

Ein nährstoffreicher Boden ist bei der Anpflanzung wichtig.

Aus diesem Grund benötigt er einen Nährstoffreichen Boden mit gutem Wasserspeichervermögen. Auch ein hoher Kalkgehalt ist von Vorteil. Hierfür kannst du den Boden im Herbst, durch die Einarbeitung von Kompost und Algenkalk vorbereiten.

Bei der Verwendung von Algenkalk wird ca. 30 Gramm pro Quadratmeter empfohlen. Auch solltest du darauf achten, dass der Boden locker ist, da der Brokkoli tiefe Wurzel bildet. Um die richtige Stelle im Beet zu wählen berücksichtige, dass der Brokkoli am besten an einem sonnigen und windgeschützten Platz wächst.

Brokkoli säen oder vorziehen?

Bei dem Vorziehen von Brokkoli ist etwas Geduld gefragt. Hierbei beginnt der Prozess im Februar oder März. Zum Vorziehen der Jungpflanzen kannst du ein Frühbeet, Gewächshaus oder deine Fensterbank nutzen. Die Samen werden etwa 1 cm tief in die humusreiche Erde gepflanzt. Wichtig ist diese genug zu gießen und an einen hellen Ort zu stellen.

Die Keimdauer beträgt in etwa sechs bis zehn Tage. Die optimale Temperatur für die Setzlinge ist zwischen 15 bis 20 Grad Celsius. Es vergehen ca. 30 Tage von der Aussaat bis zum pflanzfähigen Setzling. Nach dem Keimen werden die Jungen Brokkoli Pflanzen in etwa fünf Zentimeter große einzelne Töpfe gepflanzt. Mitte April können sie dann ins Beet gepflanzt werden.

Brokkoli pflanzen

Das Vorziehen von Gemüse geschieht häufig in kleinen Töpfen. Hierbei werden die Jungpflanzen meist einzeln eingepflanzt, da sie viel Platz zum Wachsen benötigen. (Bildquelle: Markus Spiske/ Unsplash)

Das Säen direkt ins Beet erfolgt meist ab Mai. Pro Pflanzloch werden hierbei etwa drei Samen benötigt. Nur der kräftigste Keim wird stehen gelassen, die anderen werden entfernt, dass die Pflanzen genug Platz zum Wachsen haben.

Es bietet sich an die Aussaat über mehrere Wochen zu strecken, so kannst du über den ganzen Sommer die Brokkoli Röschen ernten. Auch mehrjährige Sorten bringen den Vorteil, dass jährlich geerntet werden kann, ohne jedes Jahr aufs neue Aussäen zu müssen.

Wie viel und mit welchem Abstand wird Brokkoli gepflanzt?

Wie viel Brokkoli du pflanzen kannst, ist von deiner Beet-Größe abhängig. Brokkoli benötigt viel Platz zum Wachsen. Aus diesem Grund sollten die Setzlinge mit einem Abstand von 40 bis 50 cm und einer Saattiefe von ca. 0,5 bis 1 cm gepflanzt werden.

Wann pflanze ich Brokkoli?

Die vorgezogenen Jungpflanzen kannst du, sobald sie drei bis fünf Blätter gebildet haben, ab Mitte April ins Freiland setzen. Decke die Brokkoli Setzlinge hierbei mit einem Vlies ab, damit sie vor der möglichen Kälte geschützt sind.

Auch das Säen direkt ins Beet kann ab Mitte April erfolgen. Warte eventuell bis Mitte Mai, wenn die Temperaturen noch zu niedrig sind. Die Aussaat der Brokkoli Samen und Setzlinge kann von Mitte April bis Juni geschehen. Bei dem Winterbrokkoli erfolgt die Aussaat zwischen August und September.

Was ist sinnvoll neben Brokkoli zu pflanzen?

Bei der Mischkultur mit anderen Pflanzen ist Brokkoli ein sehr verträglicher Nachbar. Die meisten Gemüsesorten oder Kräuter können problemlos nebenan angebaut werden. Hierbei sollte nur darauf achten werden, dass die Nachbarpflanze nicht genau dieselben Nährstoffe wie der Brokkoli benötigt. Ist dies der Fall können sie sich gegenseitig bei dem Wachstum behindern. Oft genannte Gemüsearten, die gut neben Brokkoli gedeihen, sind Bohnen, Dill, Rote Beete, Mangold, Porree, Sellerie, Rettich und Radieschen.

Wie wird Brokkoli gepflegt?

Nach dem Auspflanzen bzw. der Aussaat solltest du die Brokkoli Pflanzen gut angießen.

Die richtige Pflege lässt dein Brokkoli besser wachsen

Danach ca. zwei bis drei Wochen sparsamer gießen und im Anschluss die Wasserzufuhr wieder steigern. Vor allem vor der Ernte benötigt Brokkoli ausreichend Wasser. Etwa sechs Wochen nach dem Pflanzen empfiehlt sich, mit Gemüsedünger oder Brennnesseljauche die Brokkoli Pflanzen zu düngen.

Regelmäßiges Hacken und Entfernung von Unkraut kann zu einer besseren Wasserhaltefähigkeit des Bodens beitragen. Auch empfiehlt sich die Brokkoli Pflanzen, bei einer Höhe von ca. 20 cm, anzuhäufen, wie bei Kartoffeln.

Bei dem Winterbrokkoli solltest du ein paar Besonderheiten beachten. Da diese Sorte für milde Winter gezüchtet wurde, ist das zweite Düngen erst im Frühjahr sinnvoll. Die Brokkoli Pflanze soll langsam über den Winter wachse, damit sie harte Blätter bildet und die niedrigen Temperaturen überstehen kann. Wird hier zu viel und oft gedüngt beeinflusst dies die Frosthärte der Pflanze.

Wann und wie kann ich Brokkoli ernten?

Nach etwa sieben Wochen ist der Brokkoli erntereif. Jungpflanzen, die erst im Herbst gepflanzt wurden benötigen, ca. zehn Wochen zur ernte. Bei dem Winterbrokkoli dauert es dagegen fast ein halbes Jahr, bis er geerntet werden kann. Bei diesem kannst du dann jedoch von März bis Mai Sprossen schneiden.

Du erkennst, ob der Brokkoli reif zum Ernten ist an einer gut ausgeprägten und geschlossenen Blütenknospe. Sobald die Blüte offen ist und ein gelber Schimmer sichtbar wird, kannst du den Brokkoli zwar noch essen, schmecken wird er dann jedoch unangenehm kohlig. Bei der Ernte schneidest du, am besten mit einem scharfen Messer, als Erstes die Mittelknospe mit einem ca. 10 bis 15 cm langem Stiel ab. Es bilden sich dadurch später dünnere Seitentriebe, die du auch ernten kannst.

Sobald du den Brokkoli abgeschnitten hast, sollte er auch schnell verzehrt werden. Im Kühlschrank ist er maximal zwei bis drei Tage haltbar. Der Stängel ist auch zum Garen geeignet, nachdem du ihn geschält hast. Brokkoli kann auch eingefroren werden, davor sollte er jedoch blanchiert werden.

Welche Krankheiten und Schädlinge können bei Brokkoli auftreten?

Oft werden die Brokkoli Pflanzen von Kohlweißlinge, Kohlfliege, Blattläusen oder Kohldrehherzmücke befallen oder erkranken an der Wurzelkrankheit Kohlhernie. Um Wurzelkrankheiten vorzubeugen, solltest du darauf achten, dass im gleichen Beet eine Anbaupause von vier Jahren zu allen Kohlsorten eingehalten wird. Die Wurzelerkrankung erkennst du durch schlechtes Wachstum und welken der Pflanze. Zudem verdichten sich die Wurzeln und werden knollig.

Brokkoli pflanzen

Ist das Gemüse von Raupen oder anderen Schädlingen befallen solltest du schnell handeln. Die kleinen Tierchen können großen Schaden an deinen Pflanzen nehmen und diese am Wachstum hindern. (Bildquelle: Luke Brugger/ Unsplash)

Das Befallen von Schädlingen wie Kohlfliegen und Blattläuse kannst du durch ein Gemüsenetz verhindern. Die Kohldrehherzmücken greifen oft die Mittelknospe an und lassen diese verkümmern. Auch hier kann ein engmaschiges Gemüsenetz oder Vlies den Befall abwehren. Die Raupen des Kohlweißlings, die die Blätter durchfressen, kann durch eine Mischkultur mit Kapuzinerkresse abgewehrt werden.

Fazit

Brokkoli ist ein sehr gesundes und beliebtes Gemüse. Gerade durch die vielen Nährwerte im frischen Brokkoli lohnt sich der Anbau im eigenen Garten. Gerade für Familien und Bio-Gemüse Liebhaber eignet sich sehr gut den Brokkoli selber anzupflanzen und so genau zu wissen, welche Qualität dieser hat.

Zudem ist der Anbau recht unkompliziert. Die kleinen Besonderheiten, wie ein Nährstoffreicher, sowie Kalkreicher Boden, welcher der Brokkoli nutzen kann, zum Wachsen und eine mögliche Düngung erfolgt, gedeiht Brokkoli sehr gut im Eigen Anbau. Die Schädlinge kannst du zudem auch mit einfachen Mittel fern vom Brokkoli halten und die Wurzelkrankheit durch das Wechseln der Anbaufläche verhindern und frisches Gemüse aus dem eigenen Garten genießen.

Bildquelle: Christingasner/ 123rf.com

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